INDIANAPOLIS 500

 

[Indianapolis] – An dem schönen sonnigen Sonntag, den 22.05.2016, entschied sich Sauerland Racing's Co-Teamchef und Fahrer Mariusz Gromiec das Indy 500 von iRacing zu bestreiten. Ein 200 Runden Rennen auf dem Indianapolis Motor Speedway. Es war wohl seine beste Entscheidung an diesem Tag, welche er treffen konnte. Es war über das ganze Wochenende möglich das Indy Rennen zu fahren. Es war unglaublich, dass sich über 600 Fahrer für das Rennen am Samstag registriert haben, dementsprechend mussten die Fahrer in verschiedene Splits unterteilt werden, da in einem Split ca. 30 - 32 Fahrer möglich waren.

 

Mariusz Gromiec und sein Teamkollege bzw. der Teamchef von Sauerland Racing David Hoffmann hatten vor am Samstag um 22 Uhr das 500 Meilen lange Rennen zu fahren. Leider musste David Hoffmann nach wenigen Runden den 650 PS starken Boliden abstellen, da es zu einer nicht selbstverschuldeten Kollision von Hoffmann kam und der Wagen zu stark beschädigt war. Hier war es nicht möglich bei dem Rennen den sogenanten „Fast-Repair“ zu benutzen, also fuhr Gromiec weiter bis zur 70.Runde. Und plötzlich kommt es zu einem Crash und unser Fahrer ist involviert, weil ein anderer Fahrer ihn bisschen stärker berührt hat und dies bedeutet bei Indy Oval Rennen schon das eigentliche Aus. Mit Nerven versetzt, stellte er den Dallara DW12 in der Box ab, aber das war noch lange nicht das Ende. Gromiec besitzt einen großen Ehrgeiz und diesen möchte er natürlich in verschiedenen Bereichen ausnutzen.

 

Am nächsten Tag wagte sich erneut Gromiec an das Indy 500 Rennen, diesmal um 14 Uhr. Da er nicht die zeitliche Möglichkeit besaß eine Zeit in der Qualifikation zu setzen, startete er von P26 von P31. Sein Ziel: Einfach nur nach den 200 Runden auf dem 4,023 Kilometer langen Oval in das Ziel ankommen.

 

So betrat er nach dem 15 minütigen Warm-Up das Grid. Er sagte erneut, wie am Vortag: „Auf was hab ich mich eigentlich da eingelassen, knapp drei Stunden am Stück Oval zu fahren?“.

 

Als erstes kam die einründige Einführungsrunde, dort stieg die Aufregung noch höher an, weil er wusste, dass gleich eine lange Fahrt vor ihm ist, welche nur aus Linkskurven besteht. Er wollte aber ruhig bleiben und bloß keinen Fehler machen.

So fuhr er los mit einem grandiosen Start und katapultierte sich schnell von P26 in die Top 15 nach nur 3 Runden, 2 Runden später war er schon in der Top 10.

 

Es war teilbar unfassbar, wie man in so kurzer Zeit so viele Plätze aufholen kann, obwohl es lange zu keiner Gelbphase kam. Nach knapp 20 Runden landete er in der Top 5 und dann kam es zu der ersten Gelbphase. Das bedeutet ganz schnell in die Box, Volltanken, Frische Reifen holen, da diese sehr schnell abnutzen und wieder rausfahren und in den Single-File einreihen.

So kann man bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h innerhalb von zwei Runden noch schnell etwas trinken und tief durchatmen. Danach geht es sofort weiter, wo die Durchschnittsgeschwindigkeit von 350 - 360 km/h Standard in der IndyCar Serie ist.

 

Nach 100 Runden ist die Hälfte um und es sind mittlerweile ungefähr 90 - 100 Minuten vergangen. M.Gromiec liegt nun auf P2, weil ein Mitstreiter vorne einen Fehler gemacht hat, dies ändert sich aber innerhalb kurzer Zeit. Der Drittplatzierte schnappt sich den Windschatten von Gromiec und so kommt es immer zu einem Zweikampf, wo Gromiec manchmal auf P2 und manchmal auf P3 liegt. Trotzdem eine meisterliche Leistung für ihn, bei seinem zweiten IndyCar Rennen überhaupt.

 

Runde 190 ist angesagt, es kommt zur 10. und letzten Gelbphase in dem Rennen. Die Box muss nicht angefahren werden, da die Reifen noch in Ordnung sind und der Kraftstoff noch bis zum Ziel ausreicht. Es sind nur noch 11 Fahrzeuge übrig geblieben von 31 gestarteten Fahrzeugen. Nun ist nochmal höchste Konzentration gefragt keinen Fehler zu machen, da das Rennen an sich schon sehr sauber verlief. 

 

Wieder kommt es zu einem Zweikampf zwischen Gromiec, welcher auf P2 liegt und dem Gegner auf P3.

Leider kommt es dann in der vorletzten Runde zur Überholung und Gromiec kann nicht mehr auf P2 aufholen und so beendet er das fast dreistündige Rennen auf einem mehr als akzeptablen dritten Platz. 

 

Sein ganzes Team ist stolz auf ihn, dass er so etwas hinzuzaubern konnte nach nur wenig Übung mit dem Dallara DW12 auf der Strecke.

 

"Hervorragend!" sagte Teamchef Hoffmann als Gromiec aus dem Auto gestiegen ist.

 

Er sagte nach dem Rennen ebenfalls, dass er eins seiner Lieblingsdinge in iRacing gefunden hat und das ist eindeutig, das Oval.