PETIT LE MANS

[Braselton] - Am letzten Samstag den 24.09.2016 schrieb Sauerland Racing Geschichte. Teamchef David Hoffmann wollte unbedingt an dem 10 Stunden Rennen von Road Atlanta teilnehmen. Yannic Tschickardt und Neuzugang Jörn von Wendt fuhren mit ihrem Teamchef gemeinsam die 10 Stunden. In diesem Langstrecken Rennen ist sehr viel passiert. Ein Rennen mit höhen und tiefen, ein Rennen was nerven gekostet hat, ein Rennen was unvergesslich bleibt! Trotz allem konnte sich das Team durchsetzen und fuhr einen Sieg ein.

Das Einsatzauto - Eine Chevrolet Corvette C7 Daytona Prototype mit 600 PS
Das Einsatzauto - Eine Chevrolet Corvette C7 Daytona Prototype mit 600 PS

Um 15:30 Uhr hieß es dann: "Gentleman, Start Your Engines!"

 

Jörn von Wendt konnte für das Team die Pole Position einfahren. Mit einer 1:14.040 setzte er das Auto auf die erste Start Position. Allerdings fuhr er nicht den Start. David Hoffmann fuhr den Start und konnte sich nach der Grünen Flagge ein wenig absetzen. Dann kam Runde Nummer drei. Hoffmann fuhr ganz normal seine Linie und im letzten Strecken Abschnitt vor der Schikane zog der Hintermann aus dem Windschatten heraus und versucht Hoffmann zu überholen. Dies geschah auch aber das Manöver war so riskant das die beiden eine kleine Kollision hatten wobei der Gegner profitierte. Hoffmann musste auf den Rasen fahren und somit musste er 4 Plätze abgeben. Das Rennen war erst vor ein paar Runden freigegeben und es passierte schon der erste Unfall.

 

"Wieso geht man in Runde drei so hart in einen Zweikampf? Das Rennen geht doch noch 10 Stunden!" - So Teamchef Hoffmann.

 

Nachdem der erste Stint vorbei war übernahm von Wendt das Auto der in seinem Stint keinerlei Probleme hatte. Manchmal hatte das Team Überrundungs Schwierigkeiten aber das ist ja sehr bekannt auf Road Atlanta wenn man in einem schnelleren Auto fährt und die GT3`s überholen muss."

 

Danach übernahm Tschickardt das Auto der für den ersten Schock Moment im Team sorgte. Ausgang Schikane wollte er ein GT3 überholen und lenkte bei 100% Gas auf der Kuppe nach rechts wo im das Auto komplett ausbricht. Aber alles bestens, das Team hatte keinen Einschlag.

Nach dem der Stint von Tschickardt vorbei war übernahm wieder Hoffmann. Die ersten Runden liefen sehr gut und das Team wurde von den Zeiten her immer Schneller.

Die Chevrolet Corvette C7 Daytona Prototype räubert über die Curbs
Die Chevrolet Corvette C7 Daytona Prototype räubert über die Curbs

Nach drei Stunden passierte es dann. Auf der Start / Ziel geraden fuhr ein Audi R8 LMS und in der Daytona Prototype Klasse ist man echt machtlos wenn man ein langsames Fahrzeug in den berühmt berechtigten Esses Kurven auf Road Atlanta vor sich hat. Somit musste Hoffmann mit der Überrundung warten. Ausgang der Esses Kurven hat die Corvette mehr Abtrieb und kann sofort heraus beschleunigen und zum Überholmanöver ansetzen. Dies tat auch Hoffmann, allerdings bekam der Audi übersteuern und drehte sich weg. Genau daneben war Hoffmann mit seiner Corvette. Hoffmann schlug frontal in der Wand ein und das Auto war beschädigt. Nach dem er das Auto in die Box fuhr, sorgten die Mechaniker sofort dafür das das Auto wieder fit gemacht wird. Nach ungefähr 2:30 Minuten konnte er wieder losfahren. Die Hoffnung wurde aufgegeben um mit der Spitze mit zufahren. Trotzdem zeigten die Fahrer Ehrgeiz und alle geben ihr bestes.

Innerhalb von 5 Stunden holte das Team auf. Die C7 vom Sauerland Racing Team war mit Abstand das schnellste Auto im Feld.

Es geschah aber noch ein Vorfall. Die Corvette wollte zum Überholen ansetzen und zog rüber, leider zu spät und der Z4 küsste die Wand. Somit hatten wir einen Aufhängungsschaden und das Lenkrad stand nicht mehr Gerade. Aber es war nicht so schlimm wie es aussah. Trotz Handicap fuhren die Jungs immer noch ihre Zeiten.

Tschickardt setzt nach den Esses an zum Überholmanöver
Tschickardt setzt nach den Esses an zum Überholmanöver

In den letzten 1 1/2 Stunden Rennzeit geschah ein Wunder für das Team. Aktuell haben sich Hoffmann und von Wendt wieder auf Position 2 vorgefahren. Tschickardt ist nach 3 Stints nicht mehr gefahren da die beiden auf der Runde schneller waren. Somit fuhr Hoffmann einen Doppel Stint der dann nochmal an von Wendt übergab. Während von Wendt unterwegs war kam die Meldung das sich der führende mit einem GT3 kollidierte. Der Unfall war so hart das die führende C7 deutlich Schwierigkeiten hatte. Das Team konnte pro Runde fünf Sekunden gut machen und letzendlich Überholte von Wendt den führenden der an der Box stand. Hoffmann übernahm den letzten Stint.

 

"Wir müssen ein Splash & Dash machen!"

 

Hoffmann fuhr weiterhin Vollgas und überlegt beim Boxenstopp die Reifen zu wechseln. Dies war auch möglich da der Abstand bereits zum Hintermann über eine Minute lag. Somit forderte er 30 Liter Benzin und einen frischen Satz Reifen an um sich die Schnellste Rundenzeit zu holen. Nach dem Stop fuhr er wieder raus und das Team hatte weiterhin einen Riesen Vorsprung. Nach dem dann Hoffmann nicht mehr die schnellste Zeit im Rennen fuhr, fuhr er aber die schnellste Runde im Team. Mit einer 1:15.004 schlägt er knapp die Zeit von seinem Teamkollegen.

 

Nach 10:01:03:363 war das Rennen vorbei und Sauerland Racing steht ganz oben auf dem Treppchen. Mit diesem Erfolg sind die Jungs echt zufrieden.

 

"Ich bin stolz auf alles was wir geschafft haben. Das Training, der Sieg... Ich bin stolz auf mein Team!" - so David Hoffmann

Hoffmann beim Donuts drehen nach dem das Rennen vorbei war
Hoffmann beim Donuts drehen nach dem das Rennen vorbei war